Jin-Sook Chun

Ausstellung im Kunstverein Langenfeld:
2018: EIN WEITER HAUCH

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Jin-Sook Chun

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Jin-Sook Chun wurde 1971 in Seoul geboren. Nach dem Abschluss des Studiums der freien Malerei an der Frauenuniversität in Seoul studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf, die sie als Meisterschülerin bei Prof. Anzinger abschloss.

Zur Ausstellung im Kunstverein Langenfeld erscheint ein Katalog.

Mit der Ausstellung ein weiter Hauch stellt die Künstlerin Jin-Sook Chun im Kunstverein Langenfeld ihre neueste Werkgruppe vor. Die vorangegangenen Interieurs, zeigten Freude am ausschweifenden Ornament, das sich mit dem geöffneten Raum vereinte, der in eine unbestimmte Weite führte. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Ruhe, zwischen dem im Inneren gehalten und dem Hinaus fliehend, gab dem Betrachter Anlass für weitschweifige Gedanken und poetische Assoziationen.

Die neue Werkserie zeigt sich nirgendwo verortet. Sensibel aufgetragene, in mehreren Schichten lasierend sich übereinander legende Pigmentfarbe verliert sich in scheinbar endloser Ferne. Kein Horizont, der das Auge leitet, keine Materie, kein Ding, die Anlass zum Geschichten erzählen gäbe. So entstehen monochrome Farbräume, die sich ganz auf das Hauptsujets des Bildes konzentrieren, das Kind.

Jin-Sook Chun wagt sich an ein großes Thema der Kunstgeschichte und schafft doch eine ganz eigene Bildwelt. Wie ein schützender Hauch legt sich der Farbraum um die Figur des Kindes. Dabei wird der heranwachsende Mensch nicht in seiner Persönlichkeit oder seiner Emotionalität erfasst. Oft ist nicht einmal eine individuelle Mimik auszumachen. Und doch wird das Kind zum Hauptakteur der Szene, nicht fordernd aber doch bestimmend in Raum und Zeit, in sich ruhend, ganz im Hier und Jetzt.

Die laute und hektische Welt unserer Gegenwart scheint ausgeblendet. Kein schneller Klick für die Erweiterung der Sammlung millionenfacher digitaler Daten. Diese Bilder zeigen Momente der Bobachtung, sie sind Augenblicke des stillen Glücks.

So wird die aktuelle Bildserie von Jin-Sook Chun zu einer Art Tagebuch, hochemotional, das in variantenreichen Farbräumen das unbeschwerte Leben reflektiert, die Freude des Kindseins, das Glück – ein weiter Hauch.